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CO2-Ausstoß: neue Grenze bei 95 Gramm je Kilometer

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Geht es nach dem Willen der EU, sollen bei den Autoherstellern künftig spritsparende Modelle vom Band laufen. Doch die deutschen Autobauer sind vor allem im Premium-Segment weltweit stark vertreten. Neue, niedrigere Grenzwerte laufen ihnen daher eher zuwider. Nun haben sich die Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlamentes auf neue Limits verständigt.

Demnach soll die Grenze für Neuwagen von 2015 bis 2020 von 130 auf 95 Gramm CO2-Ausstoß je Kilometer sinken. Das Besondere: Auf besonders emissionsarme Autos sollen die Hersteller eine Art Bonus erhalten. So werden Elektroautos oder Hybridfahrzeuge bei der Ermittlung der Flottenwerte eines Herstellers in der Startphase einfach doppelt gezählt. Bis zum Jahr 2023 allerdings soll der sog. Anrechnungsfaktor auf eins sinken.

Während die Umweltorganisation Greenpeace den EU-Kompromiss, und darin vor allem das Boni-System, bemängelt, bezeichnet die deutsche Autoindustrie die Anrechnung als zu gering. Sie argumentiert mit großen Herausforderungen für die Hersteller. Ausländische Produzenten wie Peugeot-Citroen oder Toyota haben die EU-Ziele für 2015 schon erreicht.

Der Straßenverkehr ist in Europa nach der Energiewirtschaft die zweitgrößte Kohlendioxid-Quelle. Pkw verursachen etwa zwölf Prozent des gesamten Ausstoßes. In Deutschland sind Spritfresser so beliebt wie in keinem anderen EU-Land. Unabhängigen Studien zufolge werden Einsparungen beim Kraftstoff die Mehrkosten für die Entwicklung sparsamerer Technologien mehr als kompensieren.