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KFZ-Versicherung erkennt Fahrstil ihrer Kunden

Created by Autowerkstatt Kietz (15754 Gräbendorf) | |   News

Der Kfz-Versicherer Huk will allen Kunden Policen anbieten, deren Beitrag vom Fahrverhalten abhängt. Schon für Mai plant auch die Allianz einen Telematik-Tarif. Die Versicherer locken mit Rabatten von bis zu 30%.

Der Kfz-Versicherer Huk, mit 12 Millionen Kfz-Policen im Bestand einer der größeren Anbieter, will künftig allen Kunden Policen anbieten, deren Beitrag vom Fahrverhalten abhängt. Für Mai 2019 plant auch Hauptkonkurrent Allianz einen sog. Telematik-Tarif. Weitere Kfz-Versicherer wie Generali, VHV und HDI haben auch entsprechende Vorhaben angekündigt.

Sensor für die Frontscheibe

Der Versicherte bekommt dazu einen Sensor an die Frontscheibe, der -batteriebetriebenen- über eine Dauer von 5 Jahren den Fahrstil protokolliert und die Daten via Smartphone-App übermittelt. Die Versicherer haben jedoch keinen Zugriff auf die Rohdaten. Stattdessen errechnet eine Software einen aggregierten Wert, der schließlich den Rabatt errechnen soll. Bei 30% sei jedoch eine Kappungsgrenze eingezogen werden. Aufschläge für rüde Fahrweisen sind hingegen nicht geplant, beteuern die Versicherungen.

Geschwindigkeit ist weniger entscheidend

Die Huk testet den Sensor bereits seit zwei Jahren bei jungen Fahrern und konnte daher einiges an Daten gewinnen. Demnach sei das Schadensaufkommen weniger mit hoher Geschwindigkeit korreliert, sondern mehr mit anderen Fahrmustern, wie starkem Beschleunigen in Kurven oder Extrem-Bremsungen. Ein dritter Datenpunkt ist die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit auf längeren Strecken, die ebenfalls mit Schadenshäufigkeiten korreliere.