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Neues rund ums Auto

Daimler muss 60.000 Mercedes Benz GLK 220 zurückrufen

Created by Kfz Werkstatt Kietz, Gräbendorf | |   News

Daimler muss 60.000 Mercedes Benz GLK 220 zurückrufen

Wegen vermuteter Betrugssoftware für Abgase muss Daimler zehntausende Kfz zurückrufen. Konkret hat das Kraftfahrtbundesamt den Rückruf von 60.000 Diesel-Fahrzeugen vom Typ Mercedes Benz GLK 220 angeordnet. Grund sei eine unzulässig verbaute Abschalteinrichtung für die Abgas-Nachbehandlung.

Rückruf verhagelt Bilanz

In einer Pflichtmitteilung an die Anteilseigner schrieb Daimler am Sonntagabend, dass man einen dreistelligen Millionenbetrag zurückgestellt habe. Diese werden aufs Unternehmensergebnis drücken. Schon im ersten Quartal sank der operative Gewinn um 16 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Planungen sahen ursprünglich das Gegenteil vor: Daimler wollte den Gewinn 2019 im Vergleich zum Vorjahr eher leicht steigern.

Rückruf war vorhersehbar

Für Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer, Verkehrswissenschaftler und Professor an der Universität Duisburg-Essen, war das alles vorhersehbar: „Das Kraftfahrtbundesamt hat schon länger angekündigt, dass sie Unregelmäßigkeiten sehen“, was Daimler hingegen bestritten hatte. Durch den Rückruf müssen die Stuttgarter nun reagieren, auch mit Rückstellungen in der Bilanz, weil womöglich Klagen ins Haus stehen. Besonders Klagen aus den USA könnten dem Konzern viel Geld kosten, was insofern zur Unzeit kommt, als dass das Unternehmen für den Schwenk vom Verbrennungs- zum Elektroantrieb größeren Investitionen schultern muss.